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Ortsteiles Stößwitz aus dem 1931 Jahre
 
Braunkohle ist keine Dauerlösung

März 2012/ Financial Times Deutschland




Braunkohle ist keine Dauerlösung



Mit der Energiewende ist die Braunkohle wieder groß im Kommen. Dass das die Klimabilanz der Bundesrepublik nicht verhagelt hat, ist pures Glück - es muss dringend eine andere Lösung her.
Es ist schon Ironie der Geschichte, dass ausgerechnet die Energiewende, die Ökostrom fördern soll, zu einem stärkeren Verbrauch der klimaschädlichen Braunkohle führt. Das ist nicht im Sinne des Erfinders - sollte doch der Ausbau der erneuerbaren Energien unsere Stromproduktion sauberer machen - und deshalb nur als Übergang akzeptabel
. Es wird nun offensichtlich, was eigentlich allen Verantwortlichen hätte klar sein müssen - so manchem Energiewende-Euphoriker aber nur schwer über die Lippen ging: Die Kernenergie muss irgendwie ersetzt werden, bis die erneuerbaren Energien ausgebaut sind. Der Ölpreis ist hoch, und gegen Erdgasförderung in Deutschland - durch Fracking - gibt es noch Widerstand seitens vieler Bürger. Deshalb übernimmt inzwischen die zwar schädliche, aber billige Braunkohle die Rolle der Brückentechnologie.
Das ist für eine kurze Übergangszeit in Ordnung, nur sollte man künftig ehrlicher auf die Risiken und Nebenwirkungen hinweisen. Und deutlich machen, dass dies nur eine kurzzeitige Lösung sein darf.
Denn Braunkohle wird im Tagebau gewonnen, was einen riesigen Flächenverbrauch mit sich bringt. Dörfer und ihre Bürger werden umgesiedelt, und die Abraumhalden müssen später mit viel Geld rekultiviert werden. Vor allem aber ist Braunkohle klimaschädlich, weil beim Verbrennen mehr Kohlendioxid anfällt als zum Beispiel bei der Steinkohle.
Wir haben mehr Glück als Verstand, dass der gestiegene Verbrauch von Braunkohle die Klimabilanz nicht verhagelt. Zum einen war der Winter recht mild, sodass weniger Heizenergie nachgefragt wurde. Zum anderen sind die CO2-Zertifikate im Emissionshandel derzeit billig zu haben, weil die meisten EU-Staaten in der Wirtschaftskrise stecken und ihre Industrieunternehmen weniger Strom nachfragen als sonst.
Das aber dürfte sich bald ändern: Sobald die Konjunktur wieder anzieht, die Gaspreise sinken oder der nächste Winter kälter wird - und damit die Energienachfrage steigt -, dürfte der negative Klimaeffekt von Braunkohle offener zutage treten. Man kann deshalb von Glück sagen, wenn steigende Preise von CO2-Zertifikaten den Strom aus Braunkohle verteuern - und diesen unattraktiver machen.

Eine Dauerlösung ist Braunkohle ganz sicher nicht. Und neue Braunkohlekraftwerke braucht man schon gar nicht.

Quelle: http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:energiewende-braunkohle-ist-keine-dauerloesung/70003725.html


 
Braunkohlegipfel



Wir möchten Euch aufrufen, sich an einer Spontandemo vor dem Veranstaltungsort Kulturhaus Leuna,
Spergauer Straße 41 a, 06237 Leuna
zu beteiligen. 15.00 Uhr soll die Veranstaltung am Montag, den 27.2.2012,
beginnen. Wir treffen uns ab 14.15 Uhr vor Ort. Wer Plakate, Transparente oder Ähnliches hat oder dies noch schnell
basteln kann, bitte mitbringen. Dann können wir die Teilnehmer der Konferenz würdig begrüßen.

Es geht darum, als Gegner des Abbaus von Braunkohle und der weiteren Erschließung von Tagebauen Gesicht zu zeigen. Es wäre toll, wenn sich trotz der für ArbeitnehmerInnen unfreundlichen Zeit eine nicht zu ignorierende Truppe zusammen findet.

Informiert FreundInnen und UnterstützerInnen, die genau so denken und mit dabei sein können und wollen.


Mit herzlichen Grüßen aus dem Burgenlandkreis von


Sigrid Altendorf
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Sachsen-Anhalt
Mitarbeiterin Regionalbüro Dietmar Weihrich MdL


 
Widerstand gegen das Braunkohlekraftwerk Profen



28. Februar Zukunft ohne Braunkohle - Kein Kohlekraftwerk in Profen
Widerstand gegen das Braunkohlekraftwerk Profen nimmt Fahrt auf
Aktionsbündnis „Kein Kohlekraftwerk Profen – Kein Tagebau Lützen“ begleiten die Vertreter der European Climate Foundation, der
Friends of the Earth und der Klima-Allianz Deutschland bei ihrem Besuch der Tagebauregion Lützen/ Röcken/ Sössen


Magdeburg/Lützen, 2012-02-03: Nur wenige Wochen nach Gründung des Aktionsbündnis „Kein Kohlekraftwerk Profen – Kein Tagebau Lützen“ hat sich hoher Besuch angekündigt. Am 28.Februar 2012 kommt Carol Carlowtz Mohn, einer der Direktoren der European Climate Foundation nach Sössen und Röcken um sich ein Bild von der Situation zu machen.

Termin: 28.Februar 2012

Film und Diskussion von 19 - 21 Uhr in der Gaststätte "Roter Löwe" in Lützen; Veranstalter sind Bündnis90/Die Grünen

Um was es geht?



13.00 Uhr: Pressetermin im Gemeindezentrum Sössen
14.30 Uhr: Bereisung der betroffenen Ortschaften Sössen und Röcken eingeschlossen: Besuch der Nietzsche Gedenkstätte in Röcken
Fahrt zur devastierten Gemeinde Großgrimma,
Besuch des Umsiedlungsstandortes am Südhang Hohenmölsen, Besichtigung des Tagebaues vom Besucheraussichtspunkt bei Profen

Weitere Informationen zu den Terminen finden sie hier.

 
23. Januar Zukunft ohne Braunkohle - Kein Kohlekraftwerk in Profen



23. Januar Zukunft ohne Braunkohle - Kein Kohlekraftwerk in Profen
Film und Diskussion von 19 - 21 Uhr in der Gaststätte "Roter Löwe" in Lützen; Veranstalter sind Bündnis90/Die Grünen

Um was es geht?

Im Dezember 2011 begann die Genehmigungsphase für ein neues Kohlekraftwerk in Profen, der Baubescheid wird für 2015 erwartet. Wird es realisiert, werden neun Ortschaften mit über 1.000 Bewohnern einem Braunkohletagebau zur Versorgung des Kraftwerks weichen müssen.

Die Diskussion um die zukünftige Energiestrategie ist auch in Sachsen-Anhalt in vollem Gange. Doch ungeachtet der energetischen Ineffizienz und der verheerenden ökologischen Folgen hält die Landesregierung an der Braunkohle fest. Im Zuge des Atomausstiegs wird die Braunkohleverstromung als „unverzichtbare“ Brückentechnologie propagiert, die Unregelmäßigkeiten bei denerneuerbaren Energien ausgleichen soll. Wir sind überzeugt, dass eine klimaverträgliche Energieversorgung ohne Braunkohle möglich und nötig ist. Die CO2-freie Energiezukunft hat längst begonnen. Der gesellschaftliche Konsens für einen stärkeren Ausbau der erneuerbaren Energien ist da. Doch solange kein politisches Signal gegen neue Kohlekraftwerke und den Abbau der Braunkohle gesetzt wird, ist eine Erschließung weiterer Tagebaue und das Verschwinden von Ortschaften nicht auszuschließen. Deshalb muss das Bundesberggesetz auf den Prüfstand, damit endlich die Interessen der Betroffenen und des Umwelt- und Naturschutzes gewahrt werden.
Im Rahmen unserer Infotour „Zukunft ohne Braunkohle“ wollen wir hierüber diskutieren. Im Mittelpunkt werden Informationen zum Genehmigungsverfahren für das geplante Kraftwerk und die Unterstützung der Betroffenen vor Ort stehen. Wir wollen die möglichen politischen Maßnahmen ausloten und die Änderung des Bergbaugesetzes und den Ausbau der erneuerbaren Energien diskutieren. Hierzu laden wir Sie herzlich ein. Wir freuen uns auf eine angeregte Diskussion mit Ihnen!

Programm:
 
19.00 Uhr
Begrüßung und Einführung
Undine Kurth MdB
Sprecherin für Naturschutz
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
 
19.10 Uhr
Film „Neue Energie in Bürgerhand“
Dtl. 2010. 30 Min.
Regie: Bernd Schoch, Noirfilm
 
19.45 Uhr
Podiumsdiskussion: Zukunft ohne Braunkohle
• Stephan Kühn MdB

Sprecher der AG Ost
Bündnis 90/Die Grünen Bundestagsfraktion
• Oliver Wendenkampf
Geschäftsführer BUND Sachsen-Anhalt e.V.
• Dorothea Frederking MdL
Energiepolitische Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen Landtagsfraktion
Sachsen-Anhalt
• Dirk Könnecke
Bürgermeister von Lützen
• Annika Rothe
Sprecherin der Bürgerinitiative Lützen, Sössen und Röcken
Moderation: Undine Kurth

Weitere Informationen zu den Terminen finden sie hier.

 
Ergebnis der Bürgeranhörung am 28.11.2010 in der Stadt Lützen

Ergebnis der Bürgeranhörung am 28.11.2010 in der Stadt Lützen

Akzeptieren Sie einen Tagebau Lützen ?


Vorläufiges Endergebnis
16 Stimmbezirken

 JA 
 
  13,0 %     420  
 NEIN 
 
  87,0 %     2.814  

Wahlberechtigte: 6.676
Wahlbeteiligung: 48,8%

Nr. Stimmbezirk Wahl-
berech-
tigte
Wähler 
/-innen
JA NEIN
1.1 Lützen (1) 1.608 641 46
7,2%
593
92,8%
1.2 Lützen (2) 1.215 533 30
5,6%
501
94,4%
1.3 Meuchen 293 166 16
9,7%
149
90,3%
1.4 Röcken 496 285 66
23,2%
218
76,8%
1.5 Großgörschen/Rahna 410 158 8
5,1%
150
94,9%
1.6 Kleingörschen/Kaja 283 131 11
8,4%
120
91,6%
1.7 Starsiedel 570 299 32
10,8%
265
89,2%
1.8 Rippach/Großgöhren 362 198 11
5,6%
186
94,4%
1.9 Pörsten 181 74 9
12,2%
65
87,8%
1.10 Poserna 317 133 17
12,9%
115
87,1%
1.11 Göthewitz/Wuschlaub 211 74 34
47,2%
38
52,8%
1.12 Kreischau/Pobles 212 113 38
33,9%
74
66,1%
1.13 Muschwitz 287 94 29
30,9%
65
69,1%
1.14 Söhesten 153 62 21
34,4%
40
65,6%
1.15 Tornau 78 31 21
67,7%
10
32,3%
1.B20 Briefanhörung - 265 31
12,1%
225
87,9%

Quelle: Gemeindewahlleiter der VGem. Lützen-Wiesengrun
mehr Informationen unter www.luetzen-wiesengrund.de